Lexikon Männergesundheit & Hormone

Medizinische Begriffe rund um Hormone, Testosteron und Männergesundheit – verständlich erklärt.

A
Albumin

Ein Eiweiß im Blut, das unter anderem als Transportprotein für Hormone dient. Etwa 30–40 % des Testosterons sind an Albumin gebunden und können sich leicht wieder lösen. Zusammen mit SHBG beeinflusst Albumin die Menge des biologisch verfügbaren Testosterons.

Verwandte Begriffe: SHBG, Freies Testosteron, Testosteron

Alkohol

Ein hoher Alkoholkonsum kann die Testosteronproduktion beeinträchtigen und langfristig den Hormonhaushalt verändern. Ein moderater Alkoholkonsum ist daher ein wichtiger Bestandteil eines gesunden Lebensstils.

Verwandte Begriffe: Testosteron, Leber, Ernährung

Androgene

Die Gruppe der männlichen Sexualhormone, zu denen unter anderem Testosteron und DHT gehören. Sie steuern die Entwicklung männlicher Geschlechtsmerkmale, den Muskelaufbau, die Knochengesundheit sowie Libido und Fruchtbarkeit.

Verwandte Begriffe: Testosteron, DHT, Androgenrezeptor

Androgenrezeptor

Ein Rezeptor in den Körperzellen, an den Testosteron und DHT binden, um ihre Wirkung zu entfalten. Veränderungen des Androgenrezeptors können die Empfindlichkeit gegenüber Androgenen beeinflussen und Auswirkungen auf Muskelaufbau, Libido und weitere Körperfunktionen haben.

Verwandte Begriffe: Testosteron, DHT, Androgene

Androloge

Ein Androloge ist ein Arzt, der sich auf die Männergesundheit spezialisiert hat. Zu seinem Fachgebiet gehören unter anderem Testosteronmangel, Fruchtbarkeitsstörungen, Erektionsstörungen und hormonelle Erkrankungen des Mannes.

Verwandte Begriffe: Urologe, Testosteronmangel, Testosteronersatztherapie (TRT)

Andropause

Die Andropause beschreibt den altersbedingten Rückgang des Testosteronspiegels beim Mann. Im Gegensatz zur Menopause der Frau verläuft dieser Prozess schleichend und betrifft nicht jeden Mann gleichermaßen.

Verwandte Begriffe: Testosteron, Testosteronmangel, Hypogonadismus

Antriebslosigkeit

Antriebslosigkeit beschreibt einen Mangel an Motivation und Energie im Alltag. Sie kann viele Ursachen haben, gehört jedoch auch zu den häufigen Beschwerden bei einem Testosteronmangel.

Verwandte Begriffe: Hypogonadismus, Müdigkeit, Libidoverlust

Aromatase

Ein Enzym, das Testosteron und andere Androgene in Östrogene umwandelt. Eine erhöhte Aromatase-Aktivität kann den Testosteronspiegel senken und das hormonelle Gleichgewicht beeinflussen.

Verwandte Begriffe: Testosteron, Östrogene, Androgene

B
Biomarker

Biomarker sind messbare biologische Merkmale, die Hinweise auf den Gesundheitszustand oder bestimmte Erkrankungen geben. Im Hormontest zählen unter anderem Testosteron, LH, FSH und SHBG zu den wichtigsten Biomarkern.

Verwandte Begriffe: Laborwerte, Testosteron, SHBG

Blutentnahme morgens

Da der Testosteronspiegel im Tagesverlauf schwankt, sollte die Blutentnahme idealerweise zwischen 7 und 10 Uhr morgens erfolgen. Zu dieser Zeit ist der Testosteronwert bei den meisten Männern am höchsten und die Ergebnisse am aussagekräftigsten.

Verwandte Begriffe: Testosteron, Referenzbereich, Nüchtern zur Blutentnahme

D
DHEA-S (Dehydroepiandrosteronsulfat)

Ein Hormon der Nebennierenrinde und Vorstufe verschiedener Sexualhormone. DHEA-S kann im Körper unter anderem in Testosteron und Östrogene umgewandelt werden und gibt Hinweise auf die Funktion der Nebennieren.

Verwandte Begriffe: Androgene, Testosteron, Aromatase

DHT (Dihydrotestosteron)

Die biologisch aktivste Form des Testosterons, die durch das Enzym 5-α-Reduktase entsteht. DHT bindet besonders stark an den Androgenrezeptor und spielt eine wichtige Rolle für Bartwuchs, Körperbehaarung, Prostata und Haarausfall.

Verwandte Begriffe: Testosteron, Androgenrezeptor, Androgene

E
Erektile Dysfunktion

Die erektile Dysfunktion ist der medizinische Fachbegriff für eine Erektionsstörung. Sie beschreibt die wiederkehrende Schwierigkeit, eine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu erreichen oder aufrechtzuerhalten. Ursachen können unter anderem Durchblutungsstörungen, neurologische Erkrankungen, psychische Faktoren oder ein Testosteronmangel sein.

Verwandte Begriffe: Erektionsstörung, Testosteron, Hypogonadismus

Erektionsstörung

Eine Erektionsstörung beschreibt die wiederkehrende Schwierigkeit, eine ausreichende Erektion zu erreichen oder aufrechtzuerhalten. Neben Durchblutungsstörungen oder psychischen Ursachen kann auch ein Testosteronmangel dazu beitragen.

Verwandte Begriffe: Erektile Dysfunktion, Testosteron, Hypogonadismus

Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung liefert wichtige Nährstoffe für den Hormonstoffwechsel und die allgemeine Gesundheit. Sie kann dazu beitragen, ein gesundes Körpergewicht und einen normalen Testosteronspiegel zu unterstützen.

Verwandte Begriffe: Übergewicht, Testosteron, Krafttraining

Erschöpfung

Erschöpfung beschreibt ein anhaltendes Gefühl körperlicher oder geistiger Kraftlosigkeit. Besteht sie über längere Zeit, kann neben anderen Ursachen auch ein Testosteronmangel eine Rolle spielen.

Verwandte Begriffe: Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Hypogonadismus

F
Fertilität

Die Fertilität bezeichnet die Fähigkeit, auf natürlichem Weg Kinder zu zeugen. Sie hängt unter anderem von einer normalen Spermienproduktion, einem ausgeglichenen Hormonhaushalt und der allgemeinen Gesundheit ab.

Verwandte Begriffe: Spermienqualität, Kinderwunsch und TRT, FSH

Freies Testosteron

Der biologisch aktive Anteil des Testosterons, der nicht an Transportproteine wie SHBG oder Albumin gebunden ist. Nur etwa 1–3 % des gesamten Testosterons liegen im Blut als freies Testosteron vor. Dieser Wert ist klinisch besonders relevant, da er die tatsächlich verfügbare Hormonmenge angibt.

Verwandte Begriffe: SHBG, Testosteron

FSH (Follikelstimulierendes Hormon)

Ein Hormon der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse), das bei Männern die Spermienproduktion in den Hoden steuert. Erhöhte FSH-Werte können auf eine eingeschränkte Hodenfunktion hinweisen. FSH wird gemeinsam mit LH gemessen, um die Ursache eines Testosteronmangels einzugrenzen.

Verwandte Begriffe: LH, Hypogonadismus

G
Gesamttestosteron

Die Gesamtmenge des im Blut gemessenen Testosterons – bestehend aus freiem Testosteron, SHBG-gebundenem und albumingebundenem Testosteron. Der Normalbereich bei erwachsenen Männern liegt typischerweise zwischen 12 und 35 nmol/l (350–1000 ng/dl), kann jedoch je nach Labor und Alter variieren.

Verwandte Begriffe: Freies Testosteron, SHBG

GnRH (Gonadotropin-Releasing-Hormon)

Ein Hormon des Hypothalamus, das die Hirnanhangsdrüse zur Ausschüttung von LH und FSH anregt. GnRH steht am Anfang der hormonellen Steuerung der Testosteronproduktion.

Verwandte Begriffe: LH, FSH, Hypophyse, Testosteron

GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte)

Die amtliche Gebührenordnung, die die Abrechnung ärztlicher Privatleistungen in Deutschland regelt. Ärztliche Online-Sprechstunden bei Lumen Health werden nach § 2 GOÄ abgerechnet. Gesetzliche Krankenkassen erstatten diese Kosten in der Regel nicht.

Verwandte Begriffe: TRT

Sprechstunde & Kosten

Gynäkomastie

Eine Gynäkomastie ist die gutartige Vergrößerung des Brustdrüsengewebes beim Mann. Sie kann unter anderem durch hormonelle Veränderungen, Übergewicht, Medikamente oder ein Ungleichgewicht zwischen Testosteron und Östradiol entstehen.

Verwandte Begriffe: Östradiol, Testosteron, Übergewicht

H
Hämatokrit

Der Hämatokrit gibt den Anteil der roten Blutkörperchen am Gesamtblutvolumen an. Eine Testosteronersatztherapie kann den Hämatokrit erhöhen; zu hohe Werte steigern das Risiko für Blutgerinnsel, weshalb er bei einer TRT regelmäßig kontrolliert werden sollte.

Verwandte Begriffe: Testosteronersatztherapie (TRT), Risiken einer TRT, Nebenwirkungen der TRT

Hodeninsuffizienz

Eine Hodeninsuffizienz beschreibt eine eingeschränkte Funktion der Hoden, wodurch zu wenig Testosteron und/oder Spermien produziert werden. Sie zählt zu den häufigsten Ursachen eines primären Hypogonadismus.

Verwandte Begriffe: Hypogonadismus, Leydig-Zellen, Testosteron

HPG-Achse

Die Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse ist das hormonelle Regelkreissystem, das die Testosteronproduktion steuert. Der Hypothalamus schüttet GnRH aus → die Hypophyse produziert LH und FSH → die Hoden produzieren Testosteron. Ein Feedback-Mechanismus reguliert die Hormonmenge.

Verwandte Begriffe: LH, FSH

Hypogonadismus

Der Hypogonadismus ist der medizinische Fachbegriff für einen Testosteronmangel. Man unterscheidet zwischen primärem Hypogonadismus (Störung der Hoden selbst) und sekundärem Hypogonadismus (Störung der übergeordneten Hormonachse in Hypothalamus oder Hypophyse). Typische Symptome sind Antriebslosigkeit, Muskelabbau, Libidoverlust und Stimmungsschwankungen.

Verwandte Begriffe: Testosteronmangel, Testosteron, LH

Symptome selbst testen

Hypophyse (Hirnanhangsdrüse)

Die Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) ist eine Hormondrüse an der Schädelbasis, die von GnRH aus dem Hypothalamus gesteuert wird. Sie schüttet unter anderem LH und FSH aus, die die Hoden zur Testosteronproduktion anregen, sowie Prolaktin.

Verwandte Begriffe: GnRH, LH, FSH

K
Kinderwunsch und TRT

Eine Testosteronersatztherapie kann die körpereigene Spermienproduktion unterdrücken und dadurch die Fruchtbarkeit vorübergehend einschränken. Männer mit Kinderwunsch sollten deshalb vor Beginn einer TRT unbedingt ärztlich beraten werden.

Verwandte Begriffe: Testosteronersatztherapie, Hypogonadismus, FSH, LH

Konzentrationsstörungen

Schwierigkeiten, sich über längere Zeit zu konzentrieren oder geistig leistungsfähig zu bleiben. Konzentrationsstörungen können verschiedene Ursachen haben und treten bei manchen Männern auch im Zusammenhang mit einem Testosteronmangel auf.

Verwandte Begriffe: Müdigkeit, Erschöpfung, Testosteron

Kortisol

Das wichtigste Stresshormon des Körpers, produziert in der Nebennierenrinde. Chronisch erhöhte Kortisolwerte (z. B. durch anhaltenden Stress oder Schlafmangel) können die Testosteronproduktion hemmen. Ein gesunder Kortisol-Testosteron-Quotient ist für das hormonelle Gleichgewicht entscheidend.

Verwandte Begriffe: Testosteron, Hypogonadismus

Krafttraining

Regelmäßiges Krafttraining unterstützt den Erhalt von Muskelmasse und kann die natürliche Testosteronproduktion kurzfristig anregen. Langfristig trägt es zu einer besseren Körperzusammensetzung und allgemeinen Gesundheit bei.

Verwandte Begriffe: Muskelabbau, Testosteron, Übergewicht

L
Laborwerte

Laborwerte sind die gemessenen Konzentrationen verschiedener Stoffe im Blut, beispielsweise Hormone oder Biomarker. Erst die gemeinsame Betrachtung mehrerer Laborwerte ermöglicht eine fundierte medizinische Beurteilung.

Verwandte Begriffe: Biomarker, Referenzbereich, Blutentnahme morgens

Leber

Die Leber ist ein zentrales Stoffwechselorgan, das unter anderem am Hormonabbau und der Verarbeitung von Testosteron beteiligt ist. Hoher Alkoholkonsum oder bestimmte Medikamente können die Leberfunktion beeinträchtigen und sich dadurch auch auf den Hormonhaushalt auswirken.

Verwandte Begriffe: Alkohol, Testosteron, Nebenwirkungen der TRT

Leydig-Zellen

Spezialisierte Zellen in den Hoden, die durch LH zur Produktion von Testosteron angeregt werden. Eine eingeschränkte Funktion der Leydig-Zellen kann zu einem Testosteronmangel führen.

Verwandte Begriffe: LH, Testosteron, Hypogonadismus

LH (Luteinisierendes Hormon)

Ein Hormon der Hirnanhangsdrüse, das bei Männern die Leydig-Zellen in den Hoden zur Testosteronproduktion anregt. Ein niedriger LH-Wert bei gleichzeitig niedrigem Testosteron deutet auf sekundären Hypogonadismus hin. Ein hoher LH-Wert bei niedrigem Testosteron weist auf eine primäre Hodeninsuffizienz hin.

Verwandte Begriffe: Testosteron, FSH, Hypogonadismus

Libido

Die Libido bezeichnet das sexuelle Verlangen eines Menschen. Sie wird unter anderem durch Hormone wie Testosteron beeinflusst. Ein verminderter Testosteronspiegel kann zu einer verminderten Libido führen.

Verwandte Begriffe: Libidoverlust, Testosteron, Hypogonadismus

Libidoverlust

Ein verminderter oder fehlender Sexualtrieb, der verschiedene Ursachen haben kann. Ein Testosteronmangel zählt zu den häufigsten hormonellen Auslösern. Libidoverlust sollte immer zusammen mit weiteren Symptomen und Laborwerten beurteilt werden.

Verwandte Begriffe: Testosteron, Hypogonadismus, Antriebslosigkeit

M
Müdigkeit

Anhaltende Müdigkeit kann viele Ursachen haben — darunter Schlafmangel, Stress oder hormonelle Veränderungen. Ein niedriger Testosteronspiegel kann ebenfalls zu ausgeprägter Müdigkeit beitragen.

Verwandte Begriffe: Erschöpfung, Schlafqualität, Testosteron

Muskelabbau

Ein sinkender Testosteronspiegel kann den Erhalt und Aufbau von Muskelmasse erschweren. Ungewollter Muskelabbau kann daher ein Hinweis auf einen Testosteronmangel sein — insbesondere, wenn gleichzeitig Kraftverlust auftritt.

Verwandte Begriffe: Testosteron, Hypogonadismus, Androgene

N
Nebenwirkungen der TRT

Wie jede medizinische Behandlung kann auch eine Testosteronersatztherapie Nebenwirkungen verursachen. Dazu zählen unter anderem Akne, Wassereinlagerungen, Veränderungen des Blutbildes oder eine Verminderung der körpereigenen Testosteronproduktion. Eine regelmäßige ärztliche Kontrolle ist daher wichtig.

Verwandte Begriffe: Testosteronersatztherapie, Risiken einer TRT, Hämatokrit

Nebido

Nebido ist ein langwirksames Testosteronpräparat mit dem Wirkstoff Testosteronundecanoat. Die Injektionen erfolgen in der Regel alle 10 bis 14 Wochen und dienen der langfristigen Behandlung eines Testosteronmangels.

Verwandte Begriffe: Testosteron Injektion, Testosteronersatztherapie, Testosteron

Nüchtern zur Blutentnahme

Für viele Hormonuntersuchungen wird empfohlen, nüchtern zur Blutentnahme zu erscheinen. Das bedeutet, vor der Blutabnahme keine Nahrung zu sich zu nehmen und nur Wasser zu trinken. Dadurch lassen sich äußere Einflüsse auf bestimmte Laborwerte minimieren.

Verwandte Begriffe: Blutentnahme morgens, Laborwerte

Ö
Östradiol (E2)

Das wichtigste weibliche Sexualhormon (Östrogen), das jedoch auch bei Männern in kleinen Mengen vorkommt und wichtige Funktionen erfüllt – u. a. für Knochendichte, Libido und Stimmung. Zu hohe Östradiolwerte bei Männern können durch Übergewicht oder eine gestörte Testosteronumwandlung entstehen und zu Gynäkomastie (Brustwachstum) führen.

Verwandte Begriffe: Testosteron, SHBG

Östrogene

Östrogene sind eine Gruppe weiblicher Sexualhormone, die auch beim Mann in geringen Mengen vorkommen — unter anderem durch die Umwandlung von Testosteron mittels des Enzyms Aromatase. Ein gestörtes Verhältnis von Testosteron zu Östrogenen kann zu Beschwerden wie Gynäkomastie beitragen.

Verwandte Begriffe: Aromatase, Testosteron, Gynäkomastie

P
Potenz

Der Begriff Potenz beschreibt die Fähigkeit eines Mannes, Geschlechtsverkehr auszuüben. Dazu gehören sowohl die Libido als auch die Fähigkeit, eine Erektion zu erreichen und aufrechtzuerhalten. Potenzstörungen können unterschiedliche körperliche oder psychische Ursachen haben.

Verwandte Begriffe: Erektionsstörung, Libido, Testosteron

Prolaktin

Ein Hormon der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse). Erhöhte Prolaktinwerte können die Ausschüttung von GnRH, LH und FSH hemmen und dadurch die Testosteronproduktion verringern. Ein erhöhter Prolaktinspiegel kann eine Ursache für Testosteronmangel sein.

Verwandte Begriffe: GnRH, LH, FSH, Hypogonadismus

PSA (Prostataspezifisches Antigen)

Ein Protein, das von der Prostata gebildet wird und als Tumormarker für Prostataerkrankungen gilt. PSA wird im Rahmen des Hormon-Screenings gemessen, da eine Testosteron-Therapie den PSA-Wert beeinflussen kann. Erhöhte Werte müssen fachärztlich abgeklärt werden.

Verwandte Begriffe: Testosteron, TRT

R
Referenzbereich

Der Referenzbereich beschreibt den normalen Wertebereich, der bei gesunden Menschen erwartet wird. Ob ein Laborwert auffällig ist, wird immer im Vergleich zum jeweiligen Referenzbereich und den individuellen Beschwerden beurteilt.

Verwandte Begriffe: Laborwerte, Biomarker, Testosteron

Risiken einer TRT

Eine Testosteronersatztherapie sollte nur bei medizinischer Indikation und unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Je nach individueller Situation können Risiken wie ein erhöhter Hämatokrit, eingeschränkte Fruchtbarkeit oder bestehende Vorerkrankungen berücksichtigt werden.

Verwandte Begriffe: Nebenwirkungen der TRT, Kinderwunsch und TRT, Hämatokrit

S
Schlaf und Testosteron

Ausreichender und erholsamer Schlaf ist wichtig für die natürliche Testosteronproduktion. Chronischer Schlafmangel kann den Testosteronspiegel senken und sich negativ auf Leistungsfähigkeit, Regeneration und Libido auswirken.

Verwandte Begriffe: Schlafqualität, Testosteron, Stress

Schlafqualität

Eine gute Schlafqualität ist wichtig für die natürliche Testosteronproduktion. Chronischer Schlafmangel oder schlechter Schlaf können den Testosteronspiegel senken und die allgemeine Leistungsfähigkeit beeinträchtigen.

Verwandte Begriffe: Testosteron, Müdigkeit, Kortisol

SHBG (Sexualhormon-bindendes Globulin)

Ein Transportprotein im Blut, das Testosteron (und Östradiol) bindet und dadurch inaktiviert. Hohes SHBG bedeutet weniger freies, biologisch aktives Testosteron – selbst wenn der Gesamtwert normal erscheint. SHBG steigt u. a. bei Lebererkrankungen, Hyperthyreose und im Alter an; es sinkt bei Insulinresistenz und Übergewicht.

Verwandte Begriffe: Freies Testosteron, Testosteron

Spermienqualität

Die Spermienqualität beschreibt Eigenschaften wie Anzahl, Beweglichkeit und Form der Spermien. Sie wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst, darunter Alter, Lebensstil, Erkrankungen und der Hormonhaushalt.

Verwandte Begriffe: FSH, LH, Kinderwunsch und TRT

Stress

Chronischer Stress führt zu einer erhöhten Ausschüttung des Hormons Kortisol. Dauerhaft erhöhte Kortisolspiegel können die Testosteronproduktion beeinträchtigen und Beschwerden wie Müdigkeit oder Antriebslosigkeit begünstigen.

Verwandte Begriffe: Kortisol, Testosteron, Schlafqualität

T
Testosteron

Das wichtigste männliche Sexualhormon (Androgen), das hauptsächlich in den Hoden produziert wird. Testosteron reguliert Muskelaufbau, Knochendichte, Libido, Stimmung, Energielevel und Spermienproduktion. Die Werte sinken ab dem 30. Lebensjahr jährlich um etwa 1–2 %. Ein Mangel an Testosteron kann unter anderem zu Erschöpfung, Konzentrationsschwäche, Antriebslosigkeit und erektiler Dysfunktion führen. Weitere Informationen finden Sie unter Testosteronmangel.

Verwandte Begriffe: Freies Testosteron, Gesamttestosteron, SHBG

Testosteron Enantat

Testosteron Enantat ist ein kurz- bis mittellang wirksames Testosteronpräparat, das meist alle ein bis zwei Wochen injiziert wird. Es ermöglicht eine flexible Dosierung innerhalb der Testosteronersatztherapie.

Verwandte Begriffe: Testosteron Injektion, Nebido, Testosteronersatztherapie

Testosteron Gel

Testosteron Gel ist eine Form der Testosteronersatztherapie, bei der das Hormon täglich auf die Haut aufgetragen wird. Das Testosteron wird über die Haut aufgenommen und sorgt für einen gleichmäßigen Hormonspiegel.

Verwandte Begriffe: Testosteronersatztherapie, Testosteron Injektion, Testosteron

Testosteron Injektion

Bei einer Testosteron Injektion wird Testosteron in regelmäßigen Abständen in den Muskel gespritzt. Je nach Präparat erfolgt die Anwendung alle ein bis mehrere Wochen.

Verwandte Begriffe: Testosteronersatztherapie, Nebido, Testosteron Enantat

Testosteron messen

Die Bestimmung des Testosteronspiegels erfolgt durch eine Blutuntersuchung, die idealerweise morgens zwischen 7 und 10 Uhr durchgeführt wird. Für eine zuverlässige Diagnose werden häufig zusätzlich weitere Hormone wie LH, FSH und SHBG bestimmt.

Verwandte Begriffe: Blutentnahme morgens, Laborwerte, Testosteron

Testosteron steigern

Ein gesunder Lebensstil kann die natürliche Testosteronproduktion unterstützen. Ausreichender Schlaf, regelmäßiges Krafttraining, eine ausgewogene Ernährung, Stressreduktion und ein gesundes Körpergewicht gelten als wichtige Einflussfaktoren. Nahrungsergänzungsmittel oder frei verkäufliche „Testosteron-Booster" ersetzen keine medizinische Diagnostik oder Therapie.

Verwandte Begriffe: Ernährung, Krafttraining, Schlaf und Testosteron

Testosteronersatztherapie (TRT)

Die Testosteronersatztherapie (TRT) ist eine ärztliche Behandlung für Männer mit einem nachgewiesenen Testosteronmangel. Ziel ist es, den Testosteronspiegel in den Normalbereich anzuheben und Beschwerden wie Müdigkeit, Libidoverlust oder Muskelabbau zu verbessern.

Verwandte Begriffe: Testosteron, Hypogonadismus, Testosteron Gel, Testosteron Injektion

Ärztliche Sprechstunde ansehen

Testosteronmangel

Ein Testosteronmangel liegt vor, wenn der Körper nicht genügend Testosteron produziert und gleichzeitig typische Beschwerden wie Erschöpfung, Antriebslosigkeit, Konzentrationsschwäche, Libidoverlust, Muskelabbau oder erektile Dysfunktion auftreten. Ein leichtes Absinken der Werte mit dem Alter ist normal — entscheidend ist die Kombination aus messbar niedrigen Werten und Beschwerden. Die Diagnose wird anhand der Symptome sowie wiederholter Blutuntersuchungen gestellt. Die medizinische Bezeichnung für einen krankhaften Testosteronmangel ist Hypogonadismus.

Verwandte Begriffe: Hypogonadismus, Testosteron, Gesamttestosteron

Testosteronrezept

Ein Testosteronrezept erhalten Männer nur nach ärztlicher Diagnose eines behandlungsbedürftigen Testosteronmangels. Vor einer Therapie sind eine sorgfältige Diagnostik sowie mehrere Blutuntersuchungen erforderlich.

Verwandte Begriffe: Hypogonadismus, Testosteronersatztherapie, Blutentnahme morgens

Testosteronwert

Der Testosteronwert gibt die Konzentration des Hormons Testosteron im Blut an. Zur Beurteilung werden sowohl das Gesamttestosteron als auch — je nach Fragestellung — das freie Testosteron und weitere Laborwerte berücksichtigt.

Verwandte Begriffe: Gesamttestosteron, Freies Testosteron, SHBG

U
Übergewicht

Übergewicht, insbesondere ein hoher Körperfettanteil, kann den Hormonhaushalt beeinflussen. Durch eine erhöhte Aktivität der Aromatase wird mehr Testosteron in Östrogene umgewandelt, wodurch der Testosteronspiegel sinken kann.

Verwandte Begriffe: Aromatase, Testosteron, Ernährung

Urologe

Ein Urologe ist Facharzt für Erkrankungen der Harnwege sowie der männlichen Geschlechtsorgane. Er diagnostiziert und behandelt unter anderem Testosteronmangel, Prostataerkrankungen, Erektionsstörungen und Fertilitätsprobleme.

Verwandte Begriffe: Androloge, PSA, Testosteron

V
Verlaufskontrolle

Eine Verlaufskontrolle bezeichnet die wiederholte Messung von Laborwerten über einen längeren Zeitraum. So lässt sich beurteilen, ob sich Hormonwerte verändern oder eine Behandlung erfolgreich wirkt.

Verwandte Begriffe: Laborwerte, Testosteron, Referenzbereich

Vitamin D

Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin, das unter anderem für die Knochengesundheit und das Immunsystem wichtig ist. Ein Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Spiegel und Testosteron wird wissenschaftlich untersucht, ist jedoch bislang nicht eindeutig belegt.

Verwandte Begriffe: Testosteron, Ernährung

Vorteile einer TRT

Bei Männern mit einem nachgewiesenen Testosteronmangel kann eine Testosteronersatztherapie Beschwerden wie Libidoverlust, Müdigkeit oder Muskelabbau verbessern. Ziel der Behandlung ist es, den Testosteronspiegel wieder in den Normalbereich zu bringen.

Verwandte Begriffe: Testosteronersatztherapie, Testosteron, Hypogonadismus

Z
Zink

Zink ist ein essentielles Spurenelement und an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt. Es spielt eine wichtige Rolle für das Immunsystem und die normale Hormonfunktion. Ob eine zusätzliche Zinkzufuhr den Testosteronspiegel erhöht, hängt unter anderem von einem bestehenden Zinkmangel ab.

Verwandte Begriffe: Testosteron, Ernährung

Deine Hormonspiegel prüfen lassen

Mit dem Lumen Premium Testosterontest erhältst du ein vollständiges Hormonprofil.

Jetzt Premium Testosterontest bestellen →